Wir über uns

Die Freiwillige Feuerwehr Kirchbarkau stellt sich vor!

Mit diesen Informationen möchten wir uns als Feuerwehr der Gemeinde Kirchbarkau in unserem Amt vorstellen und einige allgemeine Hinweise zum Brandschutz in unserem Dorf geben, sowie über unsere Aktivitäten im Besonderen informieren.

Der Brandschutz ist nach dem Brandschutzgesetz eine Pflichtaufgabe der Kommunen. Diese Pflicht bedeutet zum einen, dass Kommunen mit mehr als 80.000 Einwohnern eine Berufsfeuerwehr unterhalten müssen, zum anderen, dass alle anderen Kommunen in der personellen Besetzung der Wehr auf die Freiwilligkeit der Bürger angewiesen sind. Bei der Tätigkeit der Feuerwehrfrau bzw. des Feuerwehrmannes handelt es sich also um eine ehrenamtliche Tätigkeit.

Allein in Schleswig-Holstein gibt es ca. 1.400 derartige "Freiwillige Feuerwehren" in denen etwa 50.000 Frauen und Männer Dienst tun.


 

Die Aufgaben unserer Feuerwehr und deren Wahrnehmung

 

Neben den klassischen Brandbekämpfungsmaßnahmen, sei es im Ort oder unterstützend in den Nachbargemeinden, sind es technische Hilfeleistungen, Brandschutzmaßnahmen, Bergungsmaßnahmen z.B. bei Verkehrsunfällen oder Rettungseinsätze, auch auf dem Bothkamper See. Zudem steht die Feuerwehr aufgrund ihrer Ausrüstung und Ausbildung auch überregional für den Katastrophenschutz zur Verfügung. Die FFW Kirchbarkau wurde 1890 gegründet und sie wurde seitdem gefordert. Nicht immer konnte dabei schlimmes verhindert werden, doch sind die Erfolge im Einsatz der vergangenen 120 Jahre alle Mühe wert gewesen, wurde doch dabei auch Menschenleben und das Leben vieler Tiere sowie das Hab und Gut vieler Bürger gerettet. Da der technische Standard in den Haushalten und die allgemeine Entwicklung in allen Lebensbereichen immer schneller fortschreitet, werden auch die Anforderungen an die Feuerwehr immer größer. Längst ist der Einsatz um die Jahrhundertwende mit dem vom heute nicht mehr zu vergleichen und mit Freiwilligkeit in Form bloßer Präsenz ist es schon lange nicht mehr getan. Obwohl der Fortschritt neue und sichere Materialien beispielsweise in die Haushalte gebracht hat, so schafft er auch neue, andere Probleme - die Arbeit der Feuerwehren ist dadurch nicht weniger geworden, sondern nahm sogar zu, wie Statistiken beweisen.

Um diesen erhöhten Anforderungen gerecht zu werden, bedarf es eines hohen Engagements der Frauen und Männer in den Wehren. Die Feuerwehr von einst hat sich zur Hightech-Truppe gewandelt. Die ständige Anpassung an die jeweils neue Zeit kann nur durch eine Fülle von Lehrgängen, Schulungen, Übungen und die technische Aufrüstung gewährleistet werden. Auch bei uns wird diese Anpassung als unbedingt erforderlich angesehen und wir stellen uns dieser Aufgabe.

Das vielfältige Einsatzspektrum der Feuerwehren und der sachgerechte Einsatz der vorhandenen Ausrüstung erfordert besonders von den aktiven Mitgliedern der FFW intensive Ausbildung und ständige Fortbildung in den Wehrenund duch die Kreis und Kreisfeuerwehrverbände. Allein die Ausbildung für Standardfunktionen erfordert einen Zeitaufwand von 256 Std. in 4 Jahren, dazu kommt die laufende Fortbildung mit mindestens 40 Std. jährlich. Ergänzend wird eine Ausbldung für Führungskräfte und spezielle Funktionen, z.B. die Gerätepflege, den Einsatz bei besonderen Gefahren und die Kreisausbildung, und für Führungskräfte vermittelt, überwiegend an der Landesfeuerwehrschule. Allein die Führungsausbildung der Wehrfüher und Stellvertreter hat einen Umfang bis zu 191 Std oder 6 Wochen.



Wie finanziert sich die Feuerwehr?


Trotz aller Freiwilligkeit kostet eine Gemeindewehr auch Geld. Für die Unterhaltung und Beschaffung des Geräts, sowie für die persönliche Schutzausrüstung, die Instandhaltung des Gebäudes und die Weiterbildung wendet die Gemeinde Kirchbarkau jährlich 10.000€ auf. Die Ausstattung einer Feuerwehrfrau eines Feuerwehrmannes mit der erforderlichen persönlichen Schutzausrüstung kostet ca. 1000€. Hierzu kommt die Bildung von Rücklagen für die Neubeschaffung von Fahrzeugen und Geräten.

Der Einsatz und das Engagement der Aktiven in der Feuerwehr wird nicht entlohnt, sieht man einmal von Lohnkostenersatz im Einzelfall und von Versicherungsleistungen ab. Mehr Belastung würde auch den Finanzrahmen so mancher Gemeinde sprengen.
Lediglich eine Zuwendung zur Kameradschaftskasse von 50€ im Jahr, die aber meist dem Kinderfest zufließt, geht uns an Steuermitteln direkt zu. Was also bleibt, sind Mittel aus der Kameradschaftskasse, die aus anderen Händen kommen.

Hierdurch ist es uns möglich eine gewisse Betreuung der Aktiven durchzuführen und auch traditionelle Aufgaben einer ländlichen Wehr wahrzunehmen.


Betreuung und traditionelle Aufgaben in der Feuerwehr
 

Zur Betreuung der Aktiven wie auch der Jugendwehr gehört es, die Freiwilligkeit zur Aufgabe von Freizeit ein bisschen zu belohnen. Ein Erfrischungsgetränk nach der Übung oder dem Einsatz, gelegentlich ein Grillabend im Sommer oder eine jährliche Zusammenkunft mit Angehörigen, die ja auch "entbehren" müssen, sollte schon sein. Zu diesem Zweck führen wir eine Kameradschaftskasse. Doch nicht nur zu diesem Zweck. Neben den typischen Feuerwehraufgaben erfüllen wir auch traditionelle Aufgaben, die ebenfalls z.T. aus dieser Kasse stammen. Sei es nun die Durchführung eines Kinderfestes, eines Eisvergnügens, eines Skat- und Kniffelabends, Laternenumzüge oder durch die Zurverfügungstellung eines großen Zeltes oder anderer Geräten für Festlichkeiten.

Wie Sie sehen - "Die Feuerwehr tut was!"


An dieser Stelle möchten wir auch gleich mit einem Klischee ländlicher Wehren aufräumen, wie es vielleicht lange galt. "Den Brand zu löschen wann immer es geht" - dieser Vorgang unterliegt Gott sei Dank auch schon lange der Freiwilligkeit. Ein klarer Kopf ist für uns auch effektiver und vor allem sicherer. Dieser Grundsatz gehört zur Stärke unserer Feuerwehr. Wie bisher sicher zu erkennen ist, gibt es in der Freiwilligen Feuerwehr Kirchbarkau und sicherlich auch in anderen Wehren noch eine Menge Freiwilligkeit die sich "auszahlt", sei es durch Leistungen oder "nur" durch sachkundige Präsenz. Die Kameradschaft, das Miteinander hat schon mancher Feuerwehrfrau und manchem Feuerwehrmann die Tür in die Dorfgemeinschaft geöffnet - man kennt sich im Dorf.

Da jedoch die Anforderungen in einer modernen Zivilisation immer größere Aufgaben auch den Brandschutz und die Brandbekämpfung stellt, wird auch die Belastung der Freiwilligen Feuerwehren immer größer. Klar ist, das dann gilt - je größer das Team, umso geringer die Belastung des Einzelnen - und auch bei uns heißt das Motto schon lange "Spezialisierung". Ob es nun der Einsatz unter schwerem Atemschutzgerät ist, der neben der intensiven Ausbildung und ständigen Übungen auch noch eine regelmäßige ärztliche Kontrolle erfordert, oder ob es der Einsatz der Motorsäge oder die Bedienung der Funkanlage oder der Tragkraftspritze ist, wozu auch Schulungen erforderlich sind, immer heißt es, dass diese Funktionen nur wenige wahrnehmen können.

Auch aus diesem Grund fordern wir Sie einmal dazu auf zu überlegen, ob nicht auch Sie einen Beitrag zur dörflichen Gemeinschaft leisten können, sei es als Feuerwehrmann oder Feuerwehrfrau; oder haben ihre Kinder Lust und Interesse in der Jugendwehr mitzumachen? In jedem Fall sind Sie bei uns auch zum Schnuppern immer willkommen - machen sie sich ein Bild von unserer Arbeit und der Kameradschaft. Werden auch Sie "Aktives" Mitglied in ihrer Heimatgemeinde oder gegebenenfalls "Förderndes" Mitglied. Informationen erhalten sie beim Wehrführer. Ganz deutlich möchten wir hier aber betonen, dass wir, sollte ein Nichtmitglied oder Nichtförderer einmal unsere Hilfe benötigen, wir uns mit vollstem Engagement für Sie einsetzen werden.

Noch ein letzter Aspekt, der für eine aktive Mitgliedschaft spricht, die uns natürlich lieber wäre - Anonymität isoliert. Gerade bei uns im Dorf, wo es an öffentlicher Kommunikations- und Kontaktmöglichkeiten mangelt, muss man dem entgegnen, indem man andere Gesprächsmöglichkeiten sucht. Warum nicht in der Feuerwehr? Mitgliedschaft baut Brücken, kennt man erst mal die Freiwilligen der Wehr, kennt man bald das ganze Dorf.

Als Ansprechpartner steht Ihnen der Feuerwehrmann in Ihrer Nachbarschaft, insbesondere aber der Feuerwehrvorstand der Wehrführer, der stellv. Wehrführer, die Gruppenführer, die Gerätewarte, der Kassenwart, der Schriftführer, die Jugendwarte und der Führer der Reserve zur Verfügung. Sprechen Sie uns an, es gibt bestimmt noch viele Fragen!

Wir hoffen hiermit einen Beitrag und etwas zum besseren Verständniss zur Feuerwehr in unserer Gemeinde Kirchbarkau - Amt Preetz Land - und zu unserer Arbeit beigetragen zu haben und wünschen uns auch Ihre Anerkennung und Unterstüzung.

Ihre Feuerwehrangehörigen

Dietmar Dose - Grabe           Egon Borgert